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Spezialeinheit Strahlenschutz


Strahlenschutzübung im Jahr 1975

Anfang der 70iger Jahre, wurde der Strahlenschutz aus dem Zivilschutzverband wegen mangelnder Einsatzkräfte den Feuerwehren übergeben. Flächendeckend wurden vom Landesfeuerwehrverband Strahlenschutzstützpunkte eingerichtet. Da die FF Wies zum damaligen Zeitpunkt schon im Bereich Strahlenschutz ausgebildete Feuerwehrmänner hatte, wurde der des Bezirkes Deutschlandsberg 1973 in Wies installiert.

War es am Anfang wegen kaum vorhandener Geldmittel schwierig geeignete Ausrüstung zu bekommen, wurde spätestens nach dem SuperGAU in Tschernobyl 1986 und die damit verbundene Erkenntnis, dass es auch ein Land treffen kann in dem keine Atomenergie erzeugt wird, Geldmittel zur Verfügung gestellt, um einen aktiven Strahlenschutz betreiben zu können. Nach dem derzeitigen Stand der technischen Entwicklungen ist eine Vielzahl von Möglichkeiten (Transport-, Labor-, Industrieunfälle etc.) gegeben, bei denen durch die unbeabsichtigte Freisetzung radioaktiver Strahlung unmittelbare Gefahr für Mensch und Umwelt auftreten kann.

Es ist die Aufgabe des Sonderdienstes Strahlenschutz, die von den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrnehmbare Gefahr mit Hilfe von speziellen Messgeräten sichtbar zu machen. Der Einsatz der Strahlenschutztrupps hat in erster Linie den Eigenschutz der eingesetzten Feuerwehrkräfte zum Ziel und die Feststellung bzw. Lokalisierung möglicher Strahlenquellen. Mit speziellen Messgeräten werden Dosisleistungen der radioaktiven Strahlung bestimmt, um dadurch sinnvolle Absperrgrenzen festzulegen. In weiterer Folge kann durch Messungen ermittelt werden, ob die eingesetzten Kräfte bzw. Geräte durch radioaktive Stoffe verunreinigt wurden und somit behelfsmäßige Dekontaminationen durchgeführt werden.

Der KKW Unfall von Tschernobyl hat nicht nur gezeigt, dass die Spürtrupps der Feuerwehren im Dauereinsatz waren (Entnahme von Wasser- und Erdproben für die Landeswarnzentrale), sondern vor allem, dass sich die Bevölkerung in erster Linie an die wendet, die für sie immer erreichbar sind, und das ist nun mal die Feuerwehr um Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Neue Bedrohungsbilder (Terror, Waffenschmuggel mit strahlendem Material, etc.) machen es notwendig, sich mit Übungen und Fortbildung im Bereich der Gerätelehre und Einsatztaktik am laufenden zu halten, um zukünftige Gefahrenszenarien richtig einschätzen und abwehren zu können und damit effizient zu helfen.

Ausgebildete Mitglieder des Strahlenschutz-Trupps:
FM Christian Brauchart
OLM dV Martin Garber
LM dF Markus Garber
BM Andreas Gegg
OFM Robert Haring
ABI Karl Koch
OLM Martin Komposch
EHBI August Loibner
OBI dF Harald Loibner (Bereichsbeauftragter)
OLM dF Stefan Mauthner
HLM August Müller
LM Karl Müller jun. 
EOBI Josef Pichler
OBI Oskar Ribul
HBI Christian Schwender
FA MR Dr. Erhard Wipfler


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